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Februar 2017: Burgdorf steht vor neuen Herausforderungen

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Vor der Abstimmung im Grossen Rat über die BFH-Standorte seien wichtige Informationen vorenthalten worden

19.02.2017; d'Region

Machtkampf in der Berner Fachhochschule

Zwischen den Departementen tobt seit Jahren ein Richtungsstreit. Ein Umzug nach Burgdorf wurde schulintern sehr wohl in Betracht gezogen – vom Rektor jedoch verschwiegen.

 

10.02.2017; Der Bund

Kritik wird laut / Fachhochschule führt Parlament in die Irre

Die Berner Fachhochschule hat dem Grossen Rat im Standortstreit vorenthalten, dass sie ein Departement aufteilen will. Erziehungsdirektor Bernhard Pulver distanziert sich.

 

Berner Zeitung; 07.02.2017

Der Bund; 07.02.2017

Juni 2016: Burgdorf soll künftig die Technische Fachschule beherbergen

Der Regierungsrat hat den Bericht für die Zukunft der Fachhochscul- Standorte in Bern und Biel ausgearbeitet und dem Grossen Rat vorgelegt. Das Kantonsparlament hat diesem Bericht zugestimmt.

 

In Burgdorf soll am Standort Gsteig die Technische Fachschule Bern (TF Bern) - im Volksmund als «Lädere» bekannt - angesiedelt werden. Am Standort Ilcoweg entsteht zudem das gemeinsame Bildungszentrum TecLab.

 

Von einem «Modellfall» für faire Lösungen sprach auch die a.Burgdorfer Stadtpräsidentin und SP-Grossrätin Elisabeth Zäch. Obwohl Burgdorf auf den ursprünglich gewünschten BFH-Campus verzichten musste, stehe man hinter dem Kompromiss, der Burgdorf mehr bringe als ein «Trostpflaster».

 

Quelle: sda- Zeitungsbericht vom 01.06.2016

Weitere Themen / Archiv

Auch Bern erhält Unterstützung

Berner Zeitung, 05.08.2014

 

Burgdorf hat mit einem Bericht aufgezeigt, dass die Verlegung des Departementes Wirtschaft, Gesundheit und Soziale Arbeit (WGS) von Bern nach der Emmestadt kostengünstiger wäre.

Nun sprechen sich Vertreter des Inselspitals, der Spital Netz Bern AG, des Pharmaunternehmens CSL Behring AG, der Spitex Bern, der Domicil Bern AG und der Universität Bern für den Standort Bern aus. Es handelt sich um Wirtschaftspartner der Fachhochschule, die mit ihr in Bildung und Forschung zusammenarbeiten.

 

Das Departement ist derzeit auf sieben Standorte in Bern verteilt. Die Stadt Bern will dafür einen Campus planen, auch für die Hochschule der Künste. Burgdorf möchte den Campus des WGS auf dem Areal des heutigen Technikums ansiedeln. Dort befinden sich momentan die Abteilungen des Departements Technik und Informatik. Es ist bereits beschlossene Sache, dass diese in Biel zentriert werden.

 

Die Wirtschaftsvertreter sehen für den Standort Bern die Vorteile in kurzen Wegen zwischen den jeweiligen Institutionen und der Fachhochschule sowie die gute Erreichbarkeit der Bundesstadt. Doch argumentiert Bern auch, eine Auslagerung nach Burgdorf habe Mehrkosten zur Folge und schwäche den Wirtschaftsstandort Bern.

 

Die Studierenden der Berner Fachhochschule absolvieren Praktika in der Insel in den Studiengängen Ernährungsberatung / Diätetik, Hebamme, Physiotherapie und Pflege. Bei der Spitex finden Teile der wissenschaftlichen Arbeiten bei den Patienten zu Hause statt.

 

Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät wünscht einen bildungs- und wirtschaftspolitischen und nicht einen regionalpolitischen Entscheid. Einen Campus, wo möglichst viele Abteilungen nahe beieinander interdisziplinär arbeiten könnten, könne nur die Stadt Bern bieten. Das Gebiet Weyermannshaus im Entwicklungsschwerpunkt Ausserholligen sei innerhalb des gewünschten Zeitrahmens verfügbar. Er sieht für Burgdorf einen Ersatz fürs Tech, «etwas Gleichwertiges». Das ganze Departement WGS in die Emmestadt zu zügeln, sei aber räumlich nicht möglich. Es gebe viele Fachschulen, die synergetisch weniger von der Nähe zu ihren Wirtschaftspartnern abhängig seien als die Fachhochschule.

Der Regierungsrat will dem Grossen Rat Varianten vorlegen

Der Grosse Rat hat sich im März 2012 für den Campus Technik in Biel ausgesprochen, um die Berner Fachhochschule (BFH) im nationalen Wettbewerb zu stärken. Auch die Grossräte aus den Regionen Emmental und Oberaargau stimmten dafür. Im Neubau soll der gesamte Bereich Technik, Informatik, Architektur, Bau und Holz zusammengefasst werden. Doch beinhaltet der Beschluss auch, dass Bern und Burgdorf als BFH-Standorte erhalten bleiben sollen. Burgdorf sollte Ersatz dafür erhalten, was es an Abteilungen nach Biel abgibt.

 

Die Erziehungsdirektion prüft gemeinsam mit der Baudirektion derzeit verschiedene Szenarien. Auch die Berner Regierung stellt Überlegungen an, ob in Burgdorf eine andere Bildungsorganisation anstelle von oder in Kombination mit BFH-Angeboten angesiedelt werden könne.

Der Bericht soll in der ersten Hälfte 2016 in den Grossen Rat kommen.

Der Bund kommentiert

Nun steht Wunsch der Berner Fachhochschule und Bern gegenüber Burgdorf für den zukünftigen Standort der Departemente Wirtschaft, Gesundheit und Soziales. Der Standortentscheid kann aus politischischem Hintergrund fallen oder von Regionalinteressen beeinflusst sein. Der Kommentator Basil Weingartner meint, es sei nicht auszuschliessen, dass der Wunsch der Schule unerfüllt bleibt. Dass Burgdorf, dessen Fachhochschule – das «Tech» – eine über 120-jährige Tradition hat, für den Erhalt seiner Hochschule kämpft, sei legitim. Doch stelle sich die Frage, ob partikuläre, regionalpolitische Interessen eine ideale Lösung für die Berner Fachhochschule und deren Zukunft verhindern. De von der Schule und von Wirtschaftsvertretern geäusserten Bedenken, wonach ein Standortwechsel nach Burgdorf die Attraktivität und die Strahlkraft der Hochschule gefährden würde, müssten ernst genommen werden.

 

Die Haltung von Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät schätzt der Kommentator so ein, dass er aus eigennützigen Überlegungen für den Verbleib der Fachhochschule in seiner Stadt ein. Der Entscheid sollte deshalb nicht gegen Burgdorf, sondern für ein starkes Bildungszentrum Bern gefällt werden. Der Vorschlag, Burgdorf stattdessen eine andere Bildungseinrichtungen zu geben, darf dann aber kein Lippenbekenntnis bleiben.

Eigener Kommentar

Markus Kronauer

  • Viel wird darüber gestritten, welcher Standort besser erreichbar ist. Der Campus Gsteig ist vom Bahnhof Burgdorf sehr gut erreichbar. Burgdorf hat von Bern aus eine Bahnverbindung jede Viertelstunde. ->
    Wie steht es denn mit der Konzentration; sie verursacht uns so viele Strukturprobleme im öffentlichen Verkehr!
  • Mit dem Areal «Gsteig» verfügt Burgdorf über genügend Land und Reserve, um das Departement «Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit» (WGS) auf einem attraktiven Campus auf kantonseigenem Land konzentrieren zu können
  • Aufteilung an drei Standorte ist kein Problem. Selbst die Zürcher Fachhochschule befindet sich an 3 Orten.
  • Finanzpolitische Überlegungen fehlen in den Pressekommentaren:

Technik + Informatik | Architektur, Holz und Bau im Campus Biel -> unbestritten

Variante A: Dazu die Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit | Künste wie bisher an 7 Standorten in Bern -> Gesamt- Kostenschätzung 701 Millionen Franken

 

Variante B: ... oder die Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit | Künste im neuen Campus Bern -> Gesamtkosten ca. 1.054 Milliarden Franken

 

Variante C: ... oder Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit im Campus Burgdorf sowie Künste in Mietliegenschaften in Bern (also Verzicht auf Campus in Bern) -> ca. 809 Millionen Franken, gut 100 Millionen mehr als die Variante A, jedoch ca. 250 Millionen Franken weniger als Variante B.